Wenn ein Ablauf verändert werden soll, werden Informationen vorbereitet und Entscheidungen erklärt. Ebenso wichtig ist die Frage, was die Betroffenen dazu sagen können. Zuhören kann sichtbar machen, welche Anforderungen im geplanten Vorgehen noch fehlen.
Zuhören braucht eine offene Frage
Eine Beispielsituation: Ein Team erhält einen neuen Arbeitsablauf. In der Besprechung bleibt es still. Daraus lässt sich noch keine Zustimmung und auch keine Ablehnung ableiten. Eine konkrete Frage kann das Gespräch öffnen: An welcher Stelle wird die Umsetzung in Ihrer täglichen Arbeit schwierig?
Wer antwortet, sollte die eigene Erfahrung schildern können, bevor sie bewertet oder erklärt wird. Nachfragen und das Zusammenfassen des Gehörten helfen, Missverständnisse zu erkennen.
- Was habe ich verstanden – und stimmt mein Verständnis?
- Welche Sichtweisen fehlen bisher im Gespräch?
- Welche Frage lässt sich jetzt beantworten, welche bleibt offen?
- Was geschieht mit den Rückmeldungen?
Rückmeldungen brauchen eine Antwort
Zuhören verpflichtet nicht dazu, jeden Wunsch umzusetzen. Es verlangt aber einen nachvollziehbaren Umgang mit dem Gehörten. Welche Rückmeldung verändert die Planung? Welche kann nicht berücksichtigt werden, und aus welchem Grund?
In der Beratung und in meinen Seminaren gehört diese Unterscheidung zur Gesprächsführung: die Perspektive des Gegenübers verstehen, das eigene Verständnis prüfen und danach die nächsten Schritte klären.
»Was haben wir gehört – und was machen wir jetzt damit?«
Welche Rückmeldung wartet in Ihrem Umfeld noch auf eine erkennbare Antwort?
